Ein Forscher, der sich vor kurzem durch die Exponate in der
römischen Abteilung im Britischen Museum durcharbeitete, fand zufällig ein verwittertes
Dokument. Nach einigen Mühen hatte er es übersetzt und herausgefunden, dass
es sich um einen Brief eines gewissen Menschen mit Namen Plutonius - betitelt
als "magister factorium", was soviel bedeutet wie "Hüter des Kalenders" - an
einen gewissen Cassius handelt. Es war bemerkenswerter Weise datiert auf den
3. Dezember im Jahr 2 vor Christi Geburt, also etwas über 2000 Jahre alt.
Der folgende Text ist die Übersetzung aus dem Lateinischen:
Lieber Cassius,
arbeitest Du immer noch an dem "Y zero K" Problem? Der Wechsel von "vor Christi"
auf "nach Christi" bereitet uns eine Menge Kopfschmerzen, und wir haben nicht
mehr viel Zeit. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Leute damit fertig werden,
in Zukunft in der anderen Richtung zu denken. Wo wir bisher fröhlich abwärts
gezählt haben müssen wir plötzlich aufwärts rechnen. Man sollte meinen, dass
darauf schon früher jemand hätte kommen können, und es nicht uns überlassen
wäre, alles in letzter Minute zu regeln.
Ich habe neulich Abend mit Caesar gesprochen. Er war ziemlich ungehalten, daß
Julius nicht daran gedacht hatte als er den Kalender entwarf, und er sagte,
er könne verstehen warum Brutus in letzter Zeit immer so gereizt wäre.
Wir haben auch Consultus befragt. Er sagte nur, daß es nicht funktionieren,
würde einfach mit "minus vor Christi" weiter zu zählen, und wie üblich hat er
uns eine saftige Rechnung dafür geschrieben, dass er nichts Brauchbares geliefert
hat. Ich hoffe wirklich, daß wir nicht unsere gesamte Hardware wegwerfen müssen
und wieder von vorn anfangen. Macrohard wird an der Sache wahrscheinlich wieder
einmal ein Vermögen verdienen. Die Geldverleiher sind verständlicherweise total
verunsichert. Man hat ihnen nämlich erzählt, daß sich die Rückzahlungsraten
umkehren werden, und sie folglich in Zukunft ihre Schuldner bezahlen müssen
um die Darlehen zu tilgen. Es ist wirklich zum ko....
Ich selber kann mir übrigens auch nicht vorstellen wie der Sand in der Sanduhr
von unten nach oben fließen soll. Wir haben gehört, daß drei Weise im Osten
auch an dem Problem gearbeitet haben, aber unglücklicherweise werden sie erst
hier eintreffen wenn alles schon vorbei ist.
Ich weiß, das es Pläne gibt, alle Pferde um Mitternacht des Jahreswechsels festzubinden.
Es wird befürchtet, daß sie sonst versuchen rückwärts zu laufen und dadurch
immense Schäden an den Wagen verursachen sowie möglicherweise sogar Menschenleben
gefährden. Manche behaupten sogar, daß die Welt im Moment des Übergangs aufhören
wird zu existieren.
Egal, wir werden unvermindert weiter an diesem vertrackten "Y zero K" Problem
arbeiten. Sobald ich mehr weiß, werde ich Dir eine Note schreiben.
Falls Du irgendwelche Ideen hast, laß es mich bitte wissen.