Scheißen und Rauchen lähmt die Wirtschaft!
Der neueste Vorstoß aus dem Arbeitgeberlager, Toiletten- und
Rauchpausen abzugsfähig zu machen, spaltet offenbar die deutsche
Nation stärker, als den Durchschnittswähler in den USA.
Gerüchten zufolge sollen die Toilettengänge insbesondere deswegen mit
ins Sparmaßnahmenpaket einbezogen werden, damit es findigen
Arbeitnehmern unmöglicht gemacht wird, beim Kackvorgang heimlich zu
rauchen. Im Falle einer akuten Diarrhoe ist der Arbeitnehmer zudem
angehalten, eine entsprechende Bescheinigung des behandelnden Arztes
vorzulegen, so dass eine soziale Abfederung in Form eines
Dünnpfiff-Bonus in Anspruch genommen werden kann. Weiterhin muss auch
künftig das erforderliche Spülwasser, anfallendes Toilettenpapier, wie
auch Geruchsfresser Klosteine und dergleichen selbst mitgebracht
werden. Leere Kanister werden gegen entsprechendes Entgelt vom
Unternehmen gestellt.
Gerüchten zufolge sollen in Kürze zudem auch die gesetzlich verbürgten
Frühstücks- und Mittagspausen zur Disposition gestellt werden.
Angeführtes Argument: Wer nicht frisst, muss auch nicht scheißen, und
überhaupt dürfe und könne der deutsche Arbeitnehmer mittelfrissdich
ohnehin nicht mehr solche Unmengen in sich reinstopfen, da der Gürtel
auch künftig um einiges enger geschnallt werden müsse.
Entsprechende Gürtel (Froschleder) sind bereits in Produktion und
gegen eine geringe Unkostenbeteiligung direkt bei der DIHK zu
beziehen.
'Wir sind stolz auf eine solch effiziente Präventivmaßnahme als
Beitrag zur nationalen Volkshygiene', so der Arbeitgeberpräsident.
Und weiter: Überhaupt, - scheißen könne man ja schließlich auch
Zuhause. Die meisten simulieren ihren obligatorischen Büro- und
Werksstuhlgang ohnehin nur, um sich für ein paar Minuten abseilen zu
können! ..'
Das Grundrecht auf Wasserlass (Brunzrecht) soll künftig zwar erhalten
bleiben, der Arbeitgeberverband erwägt jedoch im Gegenzug, die
Arbeitsplätze mit mobilen Urinzapfanlagen (Pissucker) auszustatten.
'Wir leben schließlich unter globalisierten Wettbewerbsbedingungen.
Daher ist vom Einzelnen ein Mindestmaß an Zurückhaltung gefordert, wie
dies auch in anderen Ländern gehandhabt wird. Der Durchnschnittsasiate
z.B. frisst schließlich auch nur ein Mal die Woche. Und dann auch
zumeist Reisgerichte, die ohnehin das Wasser binden und die
kontraproduktiven Ausscheidungsvorgänge nachhaltig minimieren.'
so der Arbeitgeber-Hundt.
Erste Demos sind für kommenden Samstag geplant.
Unter dem Motto 'Lasst euch vom Hundt nicht ans Bein pissen - Scheißt
drauf ' ist zudem auch eine Live-Performence geplant, bei der unter
Einbeziehung aller Demonstranten ein überdimensionaler Scheißhaufen
vor der Hundt-Hütte entstehen soll. Bohneneintopf, Zwiebelkuchen und
Pflaumenwein wird im Vorfeld kostenlos ausgegeben.
Wir werden live vor Ort berichten, sofern es die Umstände
geruchstechnisch erlauben.