Das Verfahren der künstlichen Dummheit (auch kurz AD - Artificial Dumbness)
basiert auf der konsequenten Beobachtung menschlicher Verhaltensmuster. Auch
hier werden neuronale Netze verwand, die aber nicht dem menschlichen Gehirn,
sondern dem menschlichen Vedauungstrakt nachempfunden sind. Dadurch sind die
Ergebnisse nach der Verarbeitung durch das sogenannte neurAnale Netz schon im
voraus absehbar. Bei einem neuronalen Netz erhielt man am Ende einen unvorhersagbaren
Haufen Scheisse - bei neurAnalen Netzen hingegen lässt sich das Ergebnis
schon bei der Eingabe vorhersehen!
Durch dieses revolutionäre Prinzip ist es endlich möglich, Computer
in wirklich verantwortungsvollen Positionen einzusetzen - so wird z.B. die Abteilung
Auslandsannektionen des Aussenministeriums von einer AD geleitet - mit wachsendem
Erfolg. Laut Jahresplan 1999 soll noch im 3. Quartal Australien heim ins Reich
geführt werden.
Aber auch im alltäglichen Leben bringt
AD viele Erleichterungen. Während die heutzutage so beliebten Showview-Programmierer
noch auf einem simplen Zufallsgenerator fussen, birgt die neue, mit AD ausgestattete
Generation, wesentlich bessere Möglichkeiten. Beim Einsatz des altbekannten
Showview war es bisher es für jede Oma möglich, durch Eingabe einer
einfachen Zahlenkombination mit fast hundertprozentiger wahrscheinlichkeit eine
Sendung aufzunehmen, die sie gar nicht sehen wollte - mit SHOWPANIK aber ist
die selbe Oma in der Lage, durch Eingabe einer einfachen Zahlenkombination z.B.
einen atomaren Erstschlag gegen den Vatikan auszuführen!
Selbstverständlich
mussten im Laufe der Entwicklung auf einige Rückschläge hingenommen
werden, die zum Teil immer noch durch die Netze geistern - so eine AD namens
Steinhöfer (oder ähnlich), die dem Wurmfortsatz nachempfunden wurde - die Folgen
sind dem geneigtem Leser sicherlich bekannt. Aber es soll auch nicht verschwiegen
werden, dass ein äusserst erfolgreiches Freiland-Experiment künstlicher
Dummheit 16 Jahre lang Kanzler war.