Die dümmsten Kriminellen, Teil 4
Der Mann am Telefon sprach mit sächsischem Singsang. Doch seine Forderung
war klar: "10 000 DM, sonst erzähle ich der Polizei, daß ich
bei ihnen schwarzarbeite." Auch über die Geldübergabe hatte der
39jährige DDR-Übersiedler nachgedacht.
"Bar ist zu gefährlich. Am besten, Sie überweisen mir das Geld.
Meine Kontonummer lautet ..." Kein Wunder, daß dieser Erpresser noch
am selben Tag von der Trosdorfer Polizei festgenommen wurde.
In tiefer Nacht hatten sich zwei Räuber durch ein erdnahes Fenster hindurch in den Keller der Sparkassenfiliale gezwängt und bis in den Tresorraum vorgekämpft. Dort packten sie ihre nagelneue Bohrmaschine aus und legten los. Unglücklicherweise erwischten sie beim Bohren statt des Geldschranks die Wasserleitung.
Ein 38jähriger Gelegenheitskrimineller hatte sich ein nachtverlassenes Bürogebäude in Bad Cannstadt zum plündern vorgenommen. In Erwartung gewaltiger Geldsummen stemmte er Schreibtischschublade um Schreibtischschublade auf - und fand nichts. Von dieser vergeblichen Anstrengung ermattet, versank er in tiefen Schlaf. Als er erwachte, klickten bereits die Handschellen.
Ganz andere Anstrengungen fällten Peter G., der in Hamburg eine Spedition überfiel. Er unterzog seine Beute "Güstrower Getreidekorn", einem spontanen Qualitätstest. Bei einem Pegel von 4,0 Promille fielen dem 54jährigen die Augen zu. Erst nach tagelanger Ausnüchterung war Peter G. Vernehmungsfähig.
Kulinarische Leidenschaft besiegte die zwei Mundräuber aus Niederbayern. Sie überfraßen sich nächtens im überfallenen Supermarkt dermaßen, daß sie käfergleich auf dem Rücken liegenblieben und wegdämmerten.
Über die plötzliche Ermüdung einer Handtaschenräuberin rätselt die Frankfurter Bahnhofspolizei noch heute. Eigentlich, so erklärte Andrea später den Beamten bei der Vernehmung, wollte sie nur mal auf die Toilette. Doch als in der Nebenkabine plötzlich heftig gekeucht, gegrunzt und geschrien wurde, lugte sie unter der Wand hindurch. "Ich dachte da wird jemand umgebracht."Andrea sah das genaue Gegenteil: Eine 44jährige Frau aus Oberursel arbeitete heftig auf ihrem 33jährigen Freund. Auf die arglos abgestellte Handtasche achtete im Liebesrausch keiner - bis auf Andrea, die griff zu. Nach vollzogener Lust fiel den beiden der Verlust auf. Errötend zog das Paar die Bahnpolizei zum Tatort. Die Beamten hämmerten an die Türen der Nachbarkabinen. Und irgendwann öffnete Andrea verhuscht die Tür. Die 29jährige war mit der geklauten Handtasche auf dem Schoß eingeschlafen. Immerhin hätte Andrea fast gute Beute gemacht.
Einer von zwei Einbrechern, die in Solingen in ein Zweifamilienhaus einstiegen, war im Kamin steckengeblieben. Sein Komplize wußte sich nicht anders zu helfen, als bei der 82järigen Nachbarsfrau um Hilfe zu rufen. Die zweieinhalbstündige Rettungsaktion der Feuerwehr kostete 30 000 DM.
Vor dem Duisburger Amtsgericht mußte sich ein Libanese verantworten, der ein Kaufhaus um 33 Armbanduhren erleichtert hatte. Als der Richter ein Protokoll verlas, in dem der Name eines zweiten Tatbeteiligten genannt wurde, erhob sich plötzlich ein junger Mann im Zuhöhrersaal und winkte höflich: "ja, hier." Eine Minute später saß er zwei Reihen weiter vorn - auf der Anklagebank.
Ein betrunkener Hooligan einer bekannten deutschen (Fußball-)Bundesligamannschaft trat bei der Heimfahrt mit dem Zug so lange mit dem Fuß gegen ein Fenster, bis jenes nachgab und hinausflog. Leider "fuhr" genau zu dieser Zeit ein Pfosten am Zug vorbei! Jetzt braucht er sein Bein nicht mehr zu waschen - polieren tut's auch!
Scheinbar hatte dieser Typ verdammt dringend ein Bier nötig. Er beschloß, einfach einen Ziegelstein in das Schaufenster eines Getränkeladens zu werfen, sich ein paar Flaschen zu greifen und dann abzuhauen. So hob er den Ziegelstein hoch und warf ihn mit viel Schwung gegen das Fenster. Der Stein jedoch federte zurück, traf den Möchtegerndieb am Kopf und schlug ihn bewußtlos. Das Schaufenster war aus Plexiglas. Der ganze Vorfall wurde über eine Videokamera registriert und der Mann von der Polizei eingesammelt, noch ehe er das Bewußtsein wiedererlangt hatte.
Zwei Einbrecher stahlen aus einer Heidelberger Gaststätte
Bargeld,
Schnaps, Wein und einen Radiorecorder - und vergaßen ihre Brieftasche.
Einem amerikanischen Schwerverbrecher gelang es unbemerkt aus einem Hochsicherheitsgefängnis auszubrechen. Als die Wärter das Geschehene nach ca. 2 Stunden bemerkten, leiteten sie sofort die Fahndung ein. Eigentlich war der Ausbruch perfekt geplant, denn es war Nacht und das Gefängnis war von Wald umgeben, so dass die Polizisten den Ausbrecher nach dieser langen Zeit eigentlich kaum noch finden konnten. Zu seinem Pech hatte der Knacki seine Blinkturnschuhe, die bei jedem Schritt ein rotes Licht abstrahlen angezogen und somit war es ein Leichts ihn mit dem Hubschrauber aufzuspüren!
Zwei Männer versuchte mit Hilfe einer Kette, die sie an der Stoßstange ihres Autos befestigten, einen Bankautomaten zu knacken. Leider öffnete sich aber nicht der Automat, es riss vielmehr die Stoßstange vom Auto. Wegen des hierbei verursachten Lärms bekamen es die beiden Ganoven mit der Angst zu tun und flüchteten. Die Stoßstange blieb zurück - mit ihrer Autonummer!
Ein Mann stahl einer Frau die Geldbörse und rannte davon. Der Täter konnte wenig später aufgrund der detailierten Beschreibung der Frau festgenommen werden. Als er ihr zur Indentifizierung gegenübergestellt wurde, sagte er: "Ja, Herr Kommissar das ist die Frau, deren Geldbeutel ich gestohlen habe!"
Als die Polizei auf einem Autotelefon eines gestohlenen Wagens anrief, gab sich der Beamte als Normalbürger aus und sagte dem Mann der sich dort gemeldet hatte, dass er die Annonce gelesen habe und das Auto gerne kaufen würde. Dann vereinbarten sie einen Treffpunkt!
Ein anderer Bankräuber überfiel sturzbetrunken eine Bank - und quitierte den erhaltenen Betrag!
Ein Amerikaner versuchte nachts der hauseigenen Tankstelle eines Motels Benzin zu stehlen, indem er einen Schlauch in den Tank steckte und saugte. Er erwischte leider den falschen Tank, nämlich den für Abwasser! Der Besitzer des Motels verzichtete auf eine Anzeige, weil er "noch nie so gelacht" habe!
Mehrere Einbrecher, die sich in der Schaufensterauslage eines Bonner Sportartikelgeschäfts bedienten, erbeuteten 14 superschuhe im Werte von 3 000 DM - allesamt für den rechten Fuß.
Ein Mann wollte einen 20$-Schein gewechselt haben.
Als der Kassier die Kasse öffnete zog er eine Pistole und verlangte den
gesamten Kasseninhalt. Als er das Geld erhalten hatte floh er, vergaß
aber seinen 20$-Schein. Da die Kasse nur 15$ enthielt, erbeutete er also ganze
-5$!