Die nachfolgenden Texte entstanden aus einigen Briefen,
die
nicht mit einer Antwort gewürdigt wurden. Da ich an der
geistigen Größe meines Gegenübers zweifelte, fühlte ich
mich
gezwungen eine idiotensichere Gebrauchsanweisung zu
schreiben.
Wie schreibe ich einen Antwortbrief?
Eine Gebrauchsanweisung für Leute, deren geistiger
Dünnschiss gerade in irgendeinem Abort stecken blieb
Es ist schon erstaunlich wie schwer es manchen Leuten
fällt
einen simplen Brief zu beantworten. Es dauert meistens
Wochen, oder man bekommt einfach keine Antwort auf seinen
eigene Kreation! Dabei erwartet man doch nicht viel, allein
der Umstand einen Brief zu bekommen befriedigt einen schon
so sehr, dass man gar nicht mehr so sehr auf den Inhalt
achtet...
Drum fühlte ich mich veranlaßt einmal eine
Gebrauchsanweisung für die Briefproduktion zu schreiben.
Speziell für Antwortbriefe! Dabei kam ich recht schnell auf
folgendes Grundkonzept:
1. Lese aufmerksam den Brief, auf den du eine Antwort
schreiben sollst. Suche nach Fragen. Und bedenke: Wenn
jemand vom Wetter erzählt ist das eine indirekte Frage, wie
"Wie sieht's bei euch aus? Alles klar?"!
2. Suche dir einen Stift, Papier, einen Umschlag und eine
Briefmarke und bereite dich schon mal seelisch und moralisch
darauf vor gleich den größten geistigen Dünnschiss deines
Lebens zu Papier zu bringen.
3. Nun nehme das Papier und beschrifte es mit Hilfe des
Stiftes mit einer Anrede, dem Namen des Opfers und je nach
Lust und Laune dem Datum. Hiermit hast du die größte Hürde
schon hinter dir. Nun mußt du nur noch die Seite mit weisen
Worten füllen und dann ist die Hauptarbeit auch schon getan.
4. Jetzt ist Fingerspitzengefühl angesagt! Falte das
beschriftete Papier einmal in der Horizontalen und
anschließend noch einmal, so daß es genau in einen DIN-A6
genormten Umschlag passt. (Diese Angabe begründet sich auf
der Annahme, dass du dir einfach eine Seite aus irgendeinem
DIN-A4 Schmierblock gerissen hast.)
5. Wenn du es dann auch noch schaffst das gefaltete Papier
im Umschlag unterzubringen kännen wir mit der Beschriftung
fortfahren. Dazu sollte einem das Postsystem bekannt sein!
Bis DINA6 ist alles kein Problem - mit einer Mark und zehn
Pfennig bist du dabei. Alles was kleiner ist kostet 2.70 DM
wegen Sondergrößen. Weiterhin musst du unbedingt leserlich
Name, Straße und Ort auf den Umschlag schreiben. Die
Postleitzahl sollte etwa in der doppelten Schriftgröße
verfasst sein. Es bietet sich an, den Briefestandard
einzuhalten und diese Angaben auf der Vorderseite in der
rechten, unteren Ecke zu plazieren.
6. Deine Adresse ist nicht erforderlich und die Nichtangabe
bewahrt dich vor Strafportorücksendungen. Solltest du aber
den unergründlichen Drang haben dennoch dieses überflüssige
Detail einzufügen, dann solltest du es klein in die linke
obere Ecke oder auf die Rückseite setzen.
7. Nun zur Briefmarke. Du kannst so viele drauf kleben,
wie du möchtest. Nur sollte am Ende ein Endwert von 1.10 DM
auf dem Brief kleben in deutschen gültigen Postwertzeichen,
so dass der Empfänger (in diesem Falle ich) kein Strafporto
zahlen muss. Dazu leckst du,... HALT! Ich sagte doch noch
gar nicht, was du lecken sollst! Also, dazu leckst du die
Rückseite der Briefmarke an, da du dadurch die Gummierung
zum Kleben verleitest (für genauere Auskünfte frag' die Post
und/oder deinen Chemielehrer). Ein gezielter Daumendruck
sollte das Wertzeichen auf dem rechten Fleck, nämlich in der
rechten, oberen Ecke, fixieren.
8. Ein Gang zum nächsten POST-AG-Sammelkasten wäre nun von
recht funktionellem Nutzen...
Was schreibe ich in einen solchen Antwortbrief?
Eine Gebrauchsanweisung für Leute, deren geistiger
Dünnschiss tiefer steckt, als man denkt
Dieser Text baut auf den Text "Wie schreibe ich einen
Antwortbrief?" auf. Besonders Punkt 3 sollte man sich noch
einmal zu Gemüte führen...
Was tun, wenn (gerade weibliche) Mitmenschen, die dir
noch
einen Antwortbrief schuldig sind, dir aus welchen Gründen
auch immer (anderes Thema) sagen, dass sie mit Punkt 3
deiner Gebrauchsanweisung nicht zurechtkommen?
a) es ihnen erklären.
b) den Notarzt rufen.
c) die nächsten zehn Jahre auf den Brief warten...
Ich entschied mit in mehreren Experimenten letztendlich
für
Weg A. Und so entwickelte ich ein weiteres Konzept einen
Brief mit weisen Worten zu füllen. Dabei erinnerte ich mich
mehr oder weniger wohlwollend an meine Zeit in der dritten
Klasse zurück. Im Deutschunterricht lernten wir einmal, wie
man verschiedene Briefe schreibt. Und den Standardbrief an
die Omi sollte ich noch irgendwie zusammenbekommen:
1. Die Anrede. Wichtig ist die Art der Anrede. Dabei
kann
man u.a. folgende Schlüsselworte verwenden, die den Leser
in die gewünschte Stimmung versetzen. Ein schlichtes
'Hallo' ist immer angebracht, da es neutral für jedes Alter
und jede Gesellschaftsklasse anwendbar ist. 'Moin', 'Gude',
'Hey' und dergleichen vermitteln einen lässigen,
sorgenfreien Ton. Dies wird besonders bei Jugendlichen oft
genutzt. 'Liebe(r)' sollte man nur verwenden, wenn man an
Verwandte oder an die Frau/den Mann seines imaginären Lebens
schreibt. Zu guter letzt bleibt eigentlich nur noch die
formelle Anrede. 'Sehr geehrte(r)' und dergleichen sollte
man nur verwenden, wenn man eigentlich 'Sie großes
Arschloch' schreiben möchte. Es steht praktisch als Synonym
dafür...
Für besondere Anlässe empfehle ich dann noch eigene Werke
wie "Du miese, kleine Socke" und dergleichen, was besonders
bei Liebesbriefen einen guten Einstieg darstellt. Sie/er
ist gleich mal eingeschnappt und um so positiver überrascht
über die möglicherweise folgenden Schmeicheleien und
Komplimente.
2. Standardmässig setzt man hinter die Anrede
ein Komma und
fragt dann einige Zeilen darunter nach dem Befinden des
Empfängers. Wie etwa so: [...] "wie geht's dir eigentlich
so? Lange nichts mehr von dir gehört... blabla, blubber -
wen interessiert das eigentlich?" Dieser Einstieg nervt zwar
auf die Dauer, aber es wird dir wirklich niemand übel
nehmen, da es fast jeder so macht. Selbst dann, wenn es
ihm/ihr eigentlich scheiß egal wäre, wenn du in der nächsten
Sekunde einen Herzanfall bekämest und so wild zuckend vor
die nächste Straßenbahn liefest, die dich dann genüßlich
unter großer Druckeinwirkung in die Grundbestandteile
zerlegt. Lese solche Zeilen also immer mit Vorsicht und
benutze sie um so öfter...
3. Jetzt kannst du entweder selbst die Initiative ergreifen,
oder erst einmal die direkten und indirekten Fragen
beantworten, die der Empfänger dir im letzten Brief schrieb.
Dies kann sich ohne weiteres auf zwei DIN-A4 Seiten
ausdehnen und ist einen Brief wert, auch wenn man selbst
nichts zu sagen hat, sondern einfach nur schreibt: "Ja ich
auch... ganz deiner Meinung." Besonders niveaulose Typen
wiederholen die Frage noch einmal, um dann eine solche
Antwort drunterzuschreiben. Doch im Normalfall kommt man
nicht mit einer Frage auf den Punkt, sonder baut die Frage
in seine Antwort als Aussage mit ein, als wäre man selbst
auf diesen Dünnschiss gekommen, der es wert ist einem
mitgeteilt zu werden.
4. Im Grunde Punkt 3, nur diesmal umgekehrt. Nun ergreifst
du die Initiative. In den meisten Fällen heißt das den Grips
anstrengen, aber je mehr Fragen du beantwortet hast, desto
weniger mußt du hier schreiben. Denn letztendlich kommt es
nur darauf an im Brief mehr zu schreiben, als auf den
Briefumschlag. Zumeist reicht es hinzuschreiben: "...so,
und nun weiß ich nicht mehr weiter. Bis denn mal..."!
5. Die Unterschrift wird meistens mit Worten wie "Tschüss",
oder "Ciao" (was gerne "Tschau" geschrieben wird)
eingeleitet. Ein Komma drangehängt, ein paar Bussies und
den Namen. Fertig. In formellen Briefen empfiehlt sich die
Einleitung "Mit freundlichen Grüßen", was soviel heißt
wie
"Hat mich auch gefreut, du Arschloch". Den Namen möglichst
unleserlich geschrieben gibt dem Brief übrigens einen
professionellen Touch...
6. P.S.: Fälschlicherweise meist mit "persönlich"
übersetzt heißt es eigentlich "postscriptum" - Nachschrift!
Gemeint sind einige Zeilen, die nach Erstellen des Briefes
noch unbedingt hinzugefügt werden mussten. Damit nicht
gemeint sind Dinge, die 5 Sekunden nach der Unterschrift
niedergeschrieben wurden, oder von vornerein geplant waren.
PSs sind nervig und kotzen an, weil sie meistens keinerlei
Sinn haben und der Inhalt mit "blubb" in der Regel
ausreichend wiedergegeben ist. Besonders gern habe ich die
PSs die (fast) größer als der restliche Brief sind.
LayOut - eins der größten Missverständnisse
Ja! Ein paar gewisse Damen haben es geschafft mir mit Hilfe
meiner beiden vorhergegangenen Gebrauchsanweisungen einen
Brief zu schreiben. Applaus!!! Das interessante an diesen
Briefen ist sowohl Inhalt als auch Gestaltung. Ersteres ist
einfach nur... und letzteres will ich nun hier zur Sprache
bringen.
So muß man erst gar nicht auf den Absender schauen,
um zu
erkennen, daß es sich hier nicht um die Rechnung von Firma
XY handelt. Denn vorallem Mädchen haben den natürlichen
Drang ihren Briefen eine eigene Note zu verleihen. Dabei
werden die Umschläge meistens bemalt, oder beklebt. Es ist
vollkommen gleich, was es darstellen soll - hauptsache bunt.
In zahlreichen Tests kam ich zu folgender Formel (die von
meinem Assistent Christian Schwan mit einem Schmunzeln
beglaubigt wurde):
Alter Umschlaggröße
---------- x Motivationsfaktor = -----------------
Geschlecht Farbintensitivität
Das Geschlecht ist ja im Normalfall bekannt und
Umschlaggröße und Farbintensivität lassen sich messen.
Demnach kann man durch simple Umstellung Alter und
Motivationsfaktor feststellen. Dies ist besonders
hilfreich, wenn man die Antwort auf einen Liebesbrief
erwartet und es kaum erwarten kann den erhaltenen Umschlag
endlich aufzumachen, dein Bruder ihn dir aber gehässig vor
der Nase rumwedelt...
Diese Formel ist auch sehr hilfreich, wenn man sich
vor
Lesen des Briefes mental auf den Inhalt einstellen möchte.
Allerdings ist zusammenhängende Kunst heute nicht mehr als
zu sehr gefragt. So wird man sehr bald feststellen, dass
selbst Flames (=Anschiss) in einem schönen beklebten
Umschlag verschickt werden...
Doch genug über die Außengestaltung, nehmen wir uns der
Gestaltung des eigentlichen Briefes an:
Je nach Alter, Berufung und Konfession erhalten wir
die
verschiedensten Briefe. Diese Briefe sind logischer weise
der Umschlaggestaltung zuzuordnen. So schreiben weibl.
Teenies zu meist schlicht auf Rechenpapier, dass sie aus dem
nächstbesten Heft herausrissen und mit ihrem Füller,
Kugelschreiber oder SONSTWAS vergewaltigen. Oft sind auch
irgendwelche uninteressante Zeichnungen zu Papier gebracht.
Diese Briefe werden meist mit den oben beschriebenen bunten
Umschlägen versandt und entsprechen im Regelfall ihrem
Inhalt und gehören in den Müll.
Die schlimmste Version dieser Kiddies benutzt Sticker, um
den Rest aufzuwerten. [kotz]
Andere benutzen vorgefertigtes Briefpapier. Dies sieht
zwar
optisch schöner aus, hat aber keinerlei persönliches und
paßt sich meist dem niveaulosen Inhalt an. Als Umschlag
sind zumeist die zum Briefpapier passenden benutzt. Diese
Briefe nimmt man am besten erst gar nicht an der Haustür an.
Dann gibt es noch formelle Briefe. Sie werden zumeist
mit
elektronischen Hilfsmitteln, wie etwa dem elektrisch
gesteuerten Füller geschrieben. Auch genannt
Tintenstrahldrucker. Der Inhalt paßt jedoch selten zum
LayOut. Rechnungen, Mahnungen und dergleichen werden auf
diese Weise versandt.
Bleibt nur noch der optimale Brief. Ein weißer
Umschlag,
der einem die Umschlag-Formel verwirft, so das sich die
Spannung steigert und hilft dem Brief die Selektion zu
überstehen. Wenn nun der Inhalt auch noch was hergibt und
nicht nur sinnloses Blabla ist, lohnt es sich auch mal auf
den Absender zu schauen. Sollte dies eine Person sein, die
unsere Sympathie verdient, so stieg sie hiermit um einige
Punkte auf unserer persönlichen Hitliste. Andere sinken,
wegen hinterlistigen Täuschungsversuchs!
Ok, laßt euch das mal durch den Kopf gehen, bevor
ihr den
nächsten Brief verunstaltet....
Sachliche Analyse eines typischen (w.!) Teeniebriefes
Jau, der Postverkehr läuft wieder. Meine Hilfestellungen
scheinen geholfen zu haben. Ach ja, diese Texte eignen sich
vorzüglich um Leuten ganz diskret ihr schlechtes Gewissen zu
wecken. {höhö}
Doch ungeachtet der sexistischen Einflüsse wurde
darum
gebeten, dieses Werk fortzusetzen (oder gerade deshalb?).
Und so widmen wir uns heute einem typischen Brief von XY
(weiblich, 14J, SAA!). Nach Erhalt einiger Exemplare ihrer
geistigen Kreativität kann ich sie zurecht in ein
standardisiertes Schema drücken, ungeachtet der Tatsache,
dass sie dies leugnen wird, da sie ihre Briefe wohl noch nie
selbst lesen musste...
Ein schlichter weißer Umschlag dient zur Tarnung
des
niveaulosen Wahnsinns. Doch das geübte Auge erkennt, daß
die Briefmarke um 90 Grad gedreht unsachgemäß, sorglos auf
den Umschlag gedrückt wurde. Wohlmöglich noch mit UHU statt
mit Spucke befestigt!!! So weit so gut - wir lassen uns
also nicht täuschen und öffnen dieses schlichte elegante
Couvert...
Und sogleich bestätigt sich unsere Vorahnung!
Der Brief,
bestehend aus zwei DIN A4 Blätter, kariertes
Schmierblockpapier, daß durch einen schmierenden Füller und
einem abgenutzten Killer vergewaltigt wurde, wurde einmal in
der Horizontalen und 4x in der Waagerechten gefaltet! Jaja,
mit mir kann man es ja machen...
Peinlich wird es dann, wenn deutlich sichtbar der Name
des
Empfängers (in diesem Falle der meinige!) mit Tintenkiller
ausgebessert wurde. Das läßt Rückschlüsse zu, die zumeist
in einer Klospülung enden. Weiter vergaß sie das Datum!
Wie soll ich denn heute noch wissen, wann sie was von wem
auch immer wollte?
Ouch! Ein Blick in die ersten Zeilen verrät uns
nun auch
noch, daß dieser Brief doch nicht soooo typisch war. Die
Schreibweise ähnelte zwar der der anderen, aber der Inhalt
wich hier extrem vom üblichen Schema ab. So schrieb sie uns
doch hier, daß sie uns nicht kränken wolle und das F.
Bileschwsky [Name aus guten Gründen geändert] doch so ein
toller Typ wäre, von dem sie gaaaaaaaar nichts wolle...
Naja, wer's glaubt ist der richtige für solche Briefe. Nun
gut, weiter im Brief: {blätter, wühl, kruschel} Oh, nee -
das war's schon. Sie hat Punkt 4 aus "Was schreibe ich in
einen Antwortbrief?" ziemlich genau genommen, denn die
nächsten 3 Seiten füllte sie lediglich mit blabla. Genauer,
sie teilte uns mit, was sie und ihre Klasse denn so tolles
an diesem Tage machte. Aber wer will das denn wissen???
Der Brief endet dann schließlich mit den weisen
Worten:
"...so, jetzt bin ich wieder daheim. Eigentlich wollt' ich
dir nur noch 'n schönen Gruß von der Eva [Anm.: die
übrigens keinen Schlag besser als XY ist!] sagen. Und das
wär's dann. [...] Und noch schöne Grüße an die anderen
Jungs.
Zusammenfassend kommen wir zu folgendem komprimierten
Inhalt: blabla, blubber, zisch.... und sag' dem F.
Bileschwsky, daß ich ihn furchtbar liebe. Zu Deutsch: Was
schreibt sie mir das? Einzig mögliche Reaktion folgt!
Liebe XY,
F. Bileschwsky Adresse lautet:
[...]
Mach's gut,
Tilman
Doch, es kam dann letztendlich doch noch ein einigermassen
annehmbarer Briefverkehr zu stande. Dabei muss man unter
verschiedenen Standards unterscheiden, die ich nachfolgend
kurz beschreiben möchte.
1. Der Schulbrief
Bei diesen Briefen ist kariertes Schmierpapier Pflicht.
Es
ist praktisch ein Markenzeichen dieses Briefstandards.
Schulbriefe werden gerne von unaufmerksamen Schülern in
überaus langweiligen Stunden verfasst. Besonderes Merkmal
dieser Werke ist, dass man 90% nicht lesen muss, es sei denn
es interessiert einen wirklich, was eine Klasse, die man eh
nicht kennt, für einen Mist den lieben langen Tag
fabriziert. Seltenst entdeckt man in diesen Briefen einen
Sinn oder eine konkrete Aussage. Man muss sie nehmen wie
sie sind. Als kurzweiliger Stundenfüller des Autors. Sieh'
dich als Opfer der Volksverdummung und denke schon mal über
eine entsprechende Schmerzensgeldklage nach und
verbenn' endlich diesen Brief!
2. DAS Dummlall
Ähnlich wie der Schulbrief, nur wird dieser Brief
Zuhause
produziert, oder zumindest in einer ruhigen Umgebung. Das
markante an diesen Briefen ist, daß sie sehr lang sind,
aber noch weniger Informationsgehalt haben als der
Schulbrief. Anhand des Briefpapiers kannst du erkennen, ob
sie/er dir nun was mitteilen wollte oder nicht. Im Falle
von Karopapier trifft der Fall beabsichtigter Dummlall zu.
Sollte es sauberes Briefpapier sein wollte er/sie dir was
mitteilen, vergaß es aber während dem blubbern.
Briefpapier, daß Liebessymbole oder einfach nur die Farbe
rot beinhaltet, läßt sehr, sehr tief blicken! Er/sie will
dir was sagen, traut sich aber nicht...
[Wie man auf letzteres reagiert erläutere ich in einem
meiner späteren Werke!]
3. Der Brief ohne Sinn
Briefe, lustig und mit verschiedenen Stiften geschrieben,
entstammen meist verschiedenens Ursprungs. So ergibt ein
solches Wortgebilde seltenst einen Sinn. Solche Abarten der
deutschen Kultur entstehen zumeist auf Parties, die nicht
sehr viel motivierendes bieten.
4. DER Brief
DER Brief ist das höchste der Gefühle. Er
enthält kein
Geblubber, sondern ließt sich mehr wie dieser Text. Man
erfährt viel neues, ist interessiert am Fortgang und wird
hin und wieder zum Schmunzeln angeregt. Autoren, die in
unserer Hitliste auf den vorderen Rängen stehen, sei es
gestattet auch ein wenig zu sülzen, da sie es zumeist in
einem vernünftigen Maß halten.
5. Cernobyl
"Hahlo, Kuhsin. Hahst du schun..." - sollte
dich eines
Tages eine solche Kreation ereilen denke immer an die
Umschlaggestaltungsformel und füge statt Motivation den
Behindertenstatus ein. Solche Briefe verfassen meist die
jüngeren Mitglieder unserer Gesellschaft. Hebe sie
besonders gut auf, da sie sich eines Tages noch als sehr
nützlich erweisen könnten, wenn du mal wieder Mist gebaut
hast und einen Deppen brauchst... {höhö}
6. Der Liebesbrief
K E I N P H O T O D A B E I ?!
I G N O R I E R E N!
So, nun kommen wir auch schon wieder zum Ende. War
schön,
daß ihr euch wieder meinen Abfall angehört habt und man
freut sich halt wie ein kleines Kind, wenn der ein oder
andere ein Lächeln entbehren konnte. Ach ja, Lob und Kritik
wird gerne entgegengenommen (Saarland: Nur gegen
Entgeld!)...
Noch etwas Unübliches zum Ende: Nummer 4 der Reihe
darf
nicht ins Saarland exportiert werden, da einige gewisse
Saarländerinnen eine zentrale Rolle in diesem Text spielen!
Zuwiderhandlung bringt dem Autor einen Sack voll Ärger
ein... {snief}
(c) Tilman Moser [#1/24. April '98]