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Lydia war ein Mädchen, das Tiere über
alles in der Welt liebte.
Aber ihr Vater war streng dagegen und ihre Mutter war auch nicht davon überzeugt,
dass man unbedingt ein Haustier braucht.
Da aber Lydias Eltern jetzt geschieden waren und sie bei ihrer Mutter lebte,
glaubte sie fest daran, dass sie das kleine Kätzchen, das sie in einem
Korb am Straßenrand gefunden hatte, behalten durfte.
Also nahm sie es mit nach Hause und präsentiertet es ihrer Mutter.
Diese aber wollte ihre Meinung über Tiere nicht so schnell ändern:
"Lydia, eine Katze bringt nur Dreck ins Haus und schleppt andauernd Junge
an"
"Mami, bitte! Katzen sind die saubersten Tiere der Welt. Und außerdem
ist das ein Kater!"
"Ok, dann behalt ihn meinetwegen. Aber lass ihn kastrieren, sonst pinkelt
er in jede Ecke!"
Lydia war mit dem Kompromiss einverstanden und brachte
Kasimir, wie sie ihn nannte, sobald wie eben möglich zum Tierarzt.
Das Mädchen und der Kater waren bald ein Herz und eine Seele, aber ihrer
Mutter ging er nur auf den Geist:
Wenn sie gerade geputzt hatte, lief er mit schmutzigen Pfoten über die
noch nassen Fliesen.
Wenn er seine Krallen schärfen musste, benutzte er dazu die neue Ledercouch.
Besonders an Weihnachten schmiss er die Kugeln vom
Baum und an Heiligabend aß er einen großen Teil des Festessens.
Als er dann aber wieder einmal den gerade zusammengefegten Dreck überall
verteilt hatte, wurde es Lydias Mutter doch zu bunt. Also nahm sie Kasimir und
warf ihn mit voller Wucht gegen die Wand.
Plötzlich waren überall blaue, grüne und rote Lichter zu sehen
und krrizzz, bruuuffx, whooom stand ein Weihnachtsbaum und daneben ein Mann
im roten Kostüm und mit langen weißen Bart, es war Kasimir!
"Oh Kasimir, Du bist ja ein verwunschener Prinz..."
"Nein, aber ein kastrierter Weihnachtsmann!!!
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